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Krebs in Belgien - Zahlen

 

 

Das belgische Gesundheitssystem rangiert an vierter Stelle der besten in Europa, so der Jahresbericht über den Zustand der europäischen Gesundheitssysteme, der von der schwedischen Firma Health Consumer Powerhouse (HCP) veröffentlicht wird.

Laut HCP verbessern sich die Gesundheitssysteme in Europa. Sinkende Säuglingssterblichkeitsraten und bessere Überlebenschancen bei Herzkrankheiten, Schlaganfall und Krebs bedeuten, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

 

Im Jahr 2017 wurden in Belgien 68.702 neue Krebsdiagnosen (ohne Nicht-Melanom-Hautkrebs) registriert.

- Ungefähr jeder dritte Mann und jede vierte Frau wird vor dem 75. Geburtstag von der Krankheit betroffen sein.

- Krebserkrankungen betreffen hauptsächlich ältere Menschen. Entsprechend sind 67 % der Frauen und 79 % der Männer zum Zeitpunkt der Diagnose 60 Jahre oder älter.

Bis 2025 wird die Zahl der Krebs-Neudiagnosen allmählich ansteigen und in Belgien im Vergleich zu 2013 12.000 neue Krebsdiagnosen erreichen. Dieser Anstieg der Zahl wird hauptsächlich auf die Alterung und das Bevölkerungswachstum zurückzuführen sein.

 

Eine ermutigende Entwicklung


Das Risiko, an Krebs zu sterben, sinkt von Jahr zu Jahr, und zwar bei Männern (-1,6 % pro Jahr) dreimal schneller als bei Frauen (-0,5 % pro Jahr).

Die Überlebenschancen nach einer Krebsdiagnose sind in den letzten Jahren gestiegen. 60% der Männer und 70 % der Frauen sind 5 Jahre nach ihrer Krebsdiagnose noch am Leben. Dies entspricht einer Erhöhung von 5 % für Männer und 3 % für Frauen. Diese Chancen sind jedoch je nach Krebsart unterschiedlich.  Sie betragen weniger als 20 % bei Lungen-, Pleura- und Bauchspeicheldrüsenkrebs und mehr als 80 % bei Melanomen, Prostata-, Brust-, Hoden- und Schilddrüsenkrebs.

 

Diese guten Ergebnisse verdanken wir besseren Diagnoseverfahren, wie z. B. empfindlichere medizinische Bildgebungsverfahren und einem Screening, die eine frühe Diagnose und eine erfolgreichere Behandlung ermöglichen.

Auch eine verbesserte Behandlung auf verschiedenen Ebenen erklärt diese guten Ergebnisse: weniger invasive Operationstechniken, optimierte Strahlentherapiebehandlungen, neue Chemotherapeutika...

Es gibt auch ein besseres Wissen über die Eigenschaften der Tumore, dies ermöglicht eine gezieltere und individuellere Behandlung.


Notwendigkeit einer Unterstützung während und nach der Behandlung


Die Krankheit ist eine schwierige Erfahrung. Sie trifft den Betroffenen und seine Umgebung in vielen Bereichen des Lebens. Im Verlauf einer Krebserkrankung gibt es fünf Schlüsselmomente:

  • die Bekanntgabe der Diagnose,
  • den Zeitraum, in dem die Behandlung beginnt,
  • die Abstände zwischen zwei Behandlungssitzungen,
  • das Ende der Behandlung und
  • die Nachbehandlungszeit.

Die emotionalen Zustände, denen der Kranke in jedem dieser Momente wahrscheinlich begegnet, sind variabel, und jeder Einzelne erlebt diese Phasen auf seine eigene Weise, je nach seiner Geschichte, den Ereignissen, denen er sich stellen musste, seiner Sensibilität, seiner Sichtweise und seinem Temperament. Es gibt keine richtige oder falsche Art zu reagieren: Dasselbe Ereignis weckt bei verschiedenen Menschen und zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Gefühle.

Die Bekanntgabe einer Krebsdiagnose löst eine große Krise aus, nicht nur für den Patienten, sondern auch für seine Angehörigen (Familie und/oder Freunde). Tatsächlich übernehmen sie oft auf plötzliche und brutale Weise eine unterstützende Rolle, mit einem erheblichen Mangel an Vorbereitung und häufig auch mit einem Mangel an Anleitung und Unterstützung durch das Gesundheitssystem.

Die Unterstützung und Begleitung eines Patienten über einen längeren Zeitraum wird jedoch für die Familie oft belastend. Es wird daher empfohlen, dass die Angehörigen eines Patienten nicht zögern sollten, bei Bedarf externe moralische, praktische oder psychologische Unterstützung zu suchen.


Initiativen in Bezug auf die Unterstützung


In Belgien gibt es viele Initiativen, die Menschen mit Krebs und ihren Angehörigen Unterstützung bieten.

Auf nationaler Ebene bietet die STIFTUNG GEGEN KREBS eine breite Palette von Dienstleistungen an, die von telefonischer Unterstützung bis hin zu körperlichen Aktivitäten sowie ästhetischer und diätetischer Beratung reichen.

Im Laufe der Zeit wurden auch mehrere lokale Vereinigungen gegründet, die es den Menschen ermöglichen, sich an Organisationen zu wenden um Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. In Ottignies bietet z. B. die VOG "La Vie-Là" umfassende Unterstützung an und zielt darauf ab, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, die Rückfallquote zu senken und soziale Verbindungen zu schaffen. Ihr Erfolg ist durchschlagend und dient als Referenz in diesem Bereich über die Grenzen hinaus.


 

In unserer Deutschsprachigen Gemeinschaft


Auch in Ostbelgien ist man in der Begleitung aktiv. Die beiden örtlichen Krankenhäuser bieten bereits verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung für Menschen mit Krebs an. Verschiedene Gruppen von Freiwilligen sind zugänglich und funktionieren relativ gut, je nach ihren Möglichkeiten.

 

Philosophie und Ziel der Lichtblicke VoG


Mit einem kompletten Team qualifizierter Freiwilliger ist es Lichtblicke's Philosophie, ein "Support House" zu werden, das für Betroffene in praktischer, psychologischer und sozialer Hinsicht offen ist.

Um dies zu erreichen, haben wir verschiedene Spezialisten (Onkologen, Krankenpfleger, Physiotherapeuten, Friseure usw.) hinzugezogen, die uns auf diesem Weg unterstützen.

"...Wir sind alle in einem gemeinsamen Ziel vereint: den Menschen in dieser schmerzhaften Zeit so gut wir können zu helfen, indem wir eine Reihe von Aktivitäten anbieten, die darauf abzielen, dass sie sich besser fühlen, auf jeder Ebene..."

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